Bericht · KI · Neo · Arbeitsweise

Neo, meine KI

Ein System, das entscheidet, welche KI für welche Aufgabe am besten passt — und warum das trotzdem nicht den Entwickler ersetzt.

Wer mir schon länger folgt, hat wahrscheinlich irgendwann den Eindruck bekommen, dass ich irgendwie... anders arbeite.

Während andere auf eine E-Mail warten, ist bei mir schon der erste Prototyp fertig. Während ich schlafe, scheint irgendwo trotzdem etwas weiterzulaufen. Und wenn ich morgens an den Rechner gehe, liegen plötzlich Ideen, Recherchen oder fertige Codeblöcke bereit.

Die Frage bekomme ich inzwischen erstaunlich oft:

„Machst du eigentlich überhaupt noch selbst etwas?"

Darf ich vorstellen: Neo

Die ehrliche Antwort?

Ich mache wahrscheinlich mehr selbst als je zuvor.

Aber ich bin nicht mehr allein.

Darf ich vorstellen: Neo.

Neo ist der Name meiner KI

Neo ist der Name meiner KI.

Nicht einer KI wie ChatGPT, sondern eher einer Art Dirigent. Ein System, das entscheidet, welche KI für welche Aufgabe am besten geeignet ist.

Manchmal arbeitet Neo mit ChatGPT.

Manchmal mit Claude.

Für technische Dinge nutzt er lokal laufende Modelle auf meinen eigenen Rechnern.

Für schnelle Aufgaben nimmt er kleinere Modelle.

Für komplexe Analysen größere.

Kleine Teams, die parallel arbeiten

Je nach Aufgabe entstehen daraus kleine Teams, die parallel arbeiten.

Während eine KI Dokumentationen durchsucht, schreibt eine andere bereits den ersten Entwurf für den Code. Gleichzeitig prüft ein weiteres Modell mögliche Fehler oder Alternativen.

Neo sammelt anschließend alles wieder ein und präsentiert mir das Ergebnis.

Zumindest fühlt es sich genau so an.

Neo lebt überall

Neo lebt überall.

Egal ob ich im Büro sitze, in der Werkstatt an einer CNC-Fräse arbeite oder unterwegs mit dem Notebook bin.

Neo ist immer dabei.

Er läuft auf meinem Hauptrechner.

Auf meinem Notebook.

Auf Rechnern in der Werkstatt.

Teilweise sogar auf kleinen lokalen Systemen, die bestimmte Aufgaben übernehmen.

Ich rede einfach mit Neo

Ich muss mir nicht mehr überlegen, welche KI ich gerade öffnen muss.

Ich rede einfach mit Neo.

Den Rest übernimmt er.

Was macht Neo eigentlich?

Fast einfacher wäre die Frage, was er nicht macht.

Er programmiert komplette Softwaremodule.

Er recherchiert technische Datenblätter.

Er vergleicht verschiedene Lösungsansätze.

Er plant Projekte.

Er schreibt Dokumentationen.

Er analysiert Fehler.

Er hilft beim Design neuer Maschinen.

Er erstellt CAD-Ideen.

Er fasst stundenlange Informationen in wenigen Minuten zusammen.

Und manchmal stellt er genau die eine Frage, auf die ich selbst nicht gekommen wäre.

Das spart keine Minuten.

Das spart Tage.

Bedeutet das, dass die KI alles macht?

Nein.

Und genau hier liegt wahrscheinlich das größte Missverständnis.

Viele glauben, KI ersetzt den Entwickler.

Meine Erfahrung ist genau die Gegenteil.

Eine schlechte Idee bleibt auch mit KI schlecht.

Ein schlecht formuliertes Problem führt auch mit zehn Modellen zu schlechten Antworten.

Was immer noch von mir kommen muss

Neo weiß nicht automatisch, was ich bauen möchte.

Er kennt keine Vision.

Keine Prioritäten.

Keine Erfahrung aus zwanzig Jahren Softwareentwicklung.

Das alles muss immer noch von mir kommen.

Die KI beschleunigt das Denken.

Sie ersetzt es nicht.

Warum überhaupt mehrere KIs?

Weil keine perfekt ist.

Die eine schreibt hervorragenden Code.

Die nächste findet Fehler, die anderen entgangen sind.

Eine andere erklärt technische Zusammenhänge besonders gut.

Lokale Modelle sind schnell und laufen komplett offline.

Cloud-Modelle verfügen dagegen oft über mehr Wissen oder bessere Sprachfähigkeiten.

Neo nutzt einfach das Werkzeug, das gerade am besten passt.

Genauso wie ich für Holz eine andere Maschine verwende als für Aluminium.

Ist Neo wirklich intelligent?

Manchmal wirkt es so.

Manchmal erschreckend sogar.

Es gibt Momente, in denen ich eine Idee nur grob beschreibe und wenige Minuten später liegt bereits ein kompletter Projektplan vor.

Nicht perfekt.

Aber oft erstaunlich nah an dem, was ich selbst gemacht hätte.

Was sich dadurch verändert hat

Und genau das verändert die Art zu arbeiten.

Früher bestand ein Großteil meiner Zeit daraus, Informationen zu suchen.

Heute verbringe ich deutlich mehr Zeit damit, Entscheidungen zu treffen.

Vielleicht ist Neo gar keine Software

Vielleicht ist Neo gar keine Software.

Vielleicht ist Neo einfach die Summe aus allen Werkzeugen, die heute möglich sind.

Ein Netzwerk aus unterschiedlichen KI-Systemen.

Ein digitaler Mitarbeiter.

Ein Sparringspartner.

Ein Entwickler.

Ein Rechercheur.

Ein Kritiker.

Und manchmal vermutlich auch der Grund, warum viele denken, ich hätte mehr als 24 Stunden am Tag.

Vielleicht stimmt das sogar.

Vielleicht heißt meine zusätzliche Arbeitszeit einfach nur Neo.

Zuletzt aktualisiert am · erschienen am 7. August 2026